Himbeeren und spannende Experimente

Der "Hirsch" - Himbeere küsst Kirsche
Der „Hirsch“ – Himbeere küsst Kirsche
Der Himbeerhof lädt zum verkosten ein.
Der Himbeerhof lädt zum Verkosten ein.
Wer nicht genießt wird ungenießbar.
Wer nicht genießt, wird ungenießbar.

Wenn man den Himbeerhof Renner in Glanz besucht, kann man zu Recht viel erwarten. Seit mehr als 20 Jahren produziert Margret ihren bekannten Himbeerwein. Seitdem hat sich das Sortiment gewaltig erweitert.

Es war, wie bei vielen Betrieben an der südsteirischen Weinstraße, die Landesausstellung in Gamlitz 1990, die den Anstoß dafür gegeben habt, dass man sich auch mit neuen Produktideen auseinandersetzt. Für Margret Renner war das der Himbeerwein, der seitdem auf dem Weingute “Himbeerhof” in Glanz an der Weinstraße produziert wird. Seitdem hat sich am Hof einiges verändert. Der Schweinestall wurde renoviert und zu einer attraktiven Verkaufsfläche ausgebaut. Denn es ist nicht beim Himbeerwein geblieben. „Unsere Kunden haben immer wieder nach Neuheiten gefragt und da habe ich zu experimentieren begonnen“, erzählt Renner, als sie einen „Hirsch“ einschenkt. Dabei handelt es sich um eine hauseigene Cocktailkreation. 1/3 Himbeerwein, 2/3 Kirschnektar, „Hirsch“ eben, der eine interessante und spannende Geschmackskombination auf der Zunge entstehen lässt. Eine Sommererfrischung, die auf einer Stufe mit dem Trendgetränk Hugo steht.

Experimente wie diese, machen das Sortiment des Himbeerhofes aus. Unbedingt sollte man den Himbeersenf, perfekt für ein etwas exotischeres Weißwurstfrühstück, oder die Paprikamarmelade, die zu Beginn nicht als solche zu erkennen ist.

Viele Stammkunden
Fast alles, was es hier im Hofladen zu kaufen gibt, ist selbst produziert. Nur das Kernöl und der Honig kommen aus umliegenden Höfen. Produziert wird dabei auch im Biostandard, der ab 2015 auch offiziell verliehen wird. Die Hälfte der Produktionsfläche ist immer noch dem Weinbau gewidmet. Schon seit vier Generationen befindet sich der Hof in Familienbesitz und ein Hauptaugenmerk im Weinbau sind alte steirische Sorten.

Das schätzen auch die Kunden. Rund 80 Prozent der Hofbesucher sind Stammkunden, Gäste, die immer wieder ihren Weg an den Himbeerhof finden. „Es sind vor allem Wiener und Oberösterreicher die kommen. Und deshalb kommen wir auch zu ihnen“, verrät Margret Renner. Denn zwei Mal im Jahr geht der Himbeerhof auf Tournee. Dann werden die Spezialitäten in ganz Österreich frei Haus geliefert. „Man muss sich nur ins schwarze Buch im Hofladen eintragen, dann kommen wir gerne vorbei“, erklärt Renner das System.

Donnerstag is zua“
Die meisten würden beim Wandern vorbei schauen. Die Glanzer Hoftour, ein Wanderweg mit 1080 Höhenmetern, führt direkt an den Himbeerhof, wo Wanderer die Spezialitäten aus dem Hause Renner verkosten können. „Wenn die Gäste dann wieder nach Hause fahren, kommen sie noch einmal vorbei und decken sich mit steirischen Köstlichkeiten ein“, so Renner. Denn während der Wanderung will man selten die schweren Flaschen herumschleppen. Deshalb hat der Hofladen auch am Sonntag geöffnet, nur am Donnerstag ist Ruhetag. Wer bei der Abreise vergisst, die Marmeladen und den Wein mitzunehmen, hat kurz vor der Autobahn noch einmal die Chance. Denn der Himbeerhof beliefert auch die Vinofaktur im Genussregal, nicht weit von der Autobahnauffahrt entfernt.

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