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Müller, Müller, Sackerl…

Elke Muster betreibt in der sechsten Generation die Kennmühle.

Elke Muster betreibt in der sechsten Generation die Krennmühle.

Die Mühle besteht hauptsächlich aus Holz.

Die Mühle besteht hauptsächlich aus Holz.

Auch der Getreidekasten ist rund 200 Jahre alt.

Auch der Getreidekasten ist rund 200 Jahre alt.

Mit dem Mehl der Kennmühle kann man das tolle Brot der Buschenschanken zuhause nachbacken.

Mit dem Mehl der Krennmühle kann man das tolle Brot der Buschenschanken zuhause nachbacken.

Viele Buschenschanken backen ihr Brot selbst und so mancher wird sich fragen, wenn das Brot aus dem eigenen Ofen kommt, woher kommt dann das Mehl? Für viele Buschenschanken der südsteirischen Weinstraße, besonders für die kleineren, ist diese Frage schnell beantwortet. Von der Krennmühle in Schloßberg bei Leutschach. Dort mahlt Elke Muster bereits in der sechsten Generation Getreide aus der Region. Eine Rarität, denn die Mühle ist 200 Jahre alt.

„Müller sind Räuber“, erzählt Elke Muster eine alte Weisheit, „und wenn die alte Mühlentür nur zur Hälfte offen ist, dann sieht man nur einen halben Räuber“, schmunzelt die Müllerin. Dieser Mythos stammt aus einer Zeit, in der viele Bauern noch ihr eigenes Getreide angebaut haben, das in kleinen Mühlen vermahlt wurde. „Viele Bauern haben nicht verstanden, dass nur aus einem Teil des Getreides tatsächlich Mehl entsteht und haben sich gewundert, dass aus einer großen Menge Getreide, eine kleinere Menge Mehl wurde“, erklärt Muster.

Seit 1874 in Familienbesitz
Eine Räuberin ist Elke Müller sicher nicht, das zeigt nicht nur der Spruch, der über der Tür hängt: „Erwarte das Deine und gib jedem das Seine.“ Aber auch die kleinen Buschenschanken, die ihr Brot noch selbst backen, und sich bei ihr mit Mehl eindecken, sind ein Vertrauensbeweis. Die alte Krennmühle in Schloßberg bei Leutschach ist seit rund 200 Jahren in Betrieb und besteht nach wie vor hauptsächlich aus Holz. Nicht nur das Wasserrad, angetrieben durch das Wasser der Heiligengeistklamm, sondern auch die Welle und die Zahnräder sind aus Holz. Ein besonderes Highlight ist auch der 200 Jahre alte Getreidekasten. Er ist zwar nicht mehr in Betrieb, ist aber ein zentrales Ausstellungsstück in der alten Mühle. Das macht die Mühle auch zu einem guten Ausflugsziel für die Besucher der Weinstraße. Wenn sie sich telefonisch anmelden, freut sich Elke Muster immer über kleine Gruppen, die sich die historische Mühle anschauen können. „Viele Besucher decken sich dann gleich mit Mehl ein“, erzählt sie. Übernommen hat Muster die Mühle 1988 von ihrem Vater und betreibt sie nunmehr in der sechsten Generation. „Seit 1874 ist die Mühle in Familienbesitz“, erzählt sie.

Vom Roggenvollmehl bis zum Pizzamehl
Gemahlen wird jede Woche. Das Mehl selbst hält dabei mindestens ein Jahr. „Wichtig ist aber, dass man das Mehl im Papier, in dem es verkauft wird, lagert. Viele lagern das Mehl in Plastikdosen, das ist aber nicht gut“, erklärt Muster die richtige Handhabung. Im Sortiment hat die leidenschaftliche Müllerin Weizenvollmehl, Weizenvollkornschrot, Roggenvollmehl, Roggenvollkornschrot, Heidenmehl, Dinkelmehl und Pizzamehl. Aber auch Futtermehl kann man bei der Krennmühle kaufen. Dabei bekommt man nicht nur ein handwerklich hergestelltes Qualitätsprodukt. Mit der Brotmischung, die auch viele Buschenschanken verwenden, kann man sich als Besucher das gute Brot der Buschenschanken mit nach Hause nehmen und zuhause nachbacken. Besonders Stammgäste, die jetzt ihre Ferienhäuser winterfest machen und über die kalten Jahreszeit nach Hause fahren, kennen den Geheimtipp und nutzen das Angebot.

Krennmühle
Elke Muster
Bei Gruppenbesuchen wird um telefonische Anmeldung gebeten.
Telefon: 03454 318